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AMBULANTER GESUNDHEITSDIENST FÜNFSEENLAND
INFOS ZUR PFLEGEVERSICHERUNG
ZUM BEGRIFF DER PFLEGEBEDÜFTIGKEIT UND DER PFLEGESTUFEN...

Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder einer Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, vorraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem Maße der Hilfe bedürfen.

REGELMÄßIGE VERRICHTUNGEN SIND:
Körperpflege Ernährung Mobilität Hauswirtschafltiche
Versorgung
Grundpflege

Grundpflege

Grundpflege

 
• Waschen
• Duschen
• Baden
• Zahnpflege
• Kämmen
• Rasieren
• Darm- und
Blasenentleerung
• Mundgerechtes
Zubereiten
der Nahrung
• Aufnahme
der Nahrung
• Selbständiges
Aufstehen
• Zu-Bett-Gehen
• An- und Auskleiden
• Gehen, Stehen
• Treppensteigen
• Verlassen und
Wiederaufsuchen
der Wohnung
• Einkaufen, Kochen
• Reinigen und
Beheizen der
Wohnung
• Spülen
• Wechseln sowie
Waschen der Wäsche
und Kleidung
Ob Pflegebedürftigkeit im Sinne des Gesetzes vorliegt, prüft der medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK). Dieser ordnet den Betroffenen in drei Pflegestufen ein.


Erheblich
pflegebedürftig

Stufe I
sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.
Schwer
pflegebedürftig

Stufe II
sind Personen, die bei der Körperpflge, der Ernährung oder der Mobilität mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.
Schwerst
pflegebedürftig

Stufe III
sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich rund um die Uhr, auch nachts, der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschafltichen Versorgung benötigen.
Schwerstpflegebedürftig - Stufe III - Härtefall
sind Personen, bei denen ein außergewöhnlich hoher Pflegeaufwand notwendig ist.
Dies ist der Fall, wenn:
Hilfe bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens sechs Stunden täglich, davon mindestens dreimal in der Nacht, erforderlich ist
oder die Grundpflege für den Pflegebedürftigen auch des Nachts nur von mehreren Pflegekräften gemeinsam (zeitgleich) erbracht werden kann.
Die Einstufung hängt also von Maß und Dauer des Hilfebadarfs ab. Wer ausschließlich Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt, ist nicht pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung.
Bei Kindern ist der zusätzliche Hilfebedarf eines kranken oder behinderten Kindes gegenüber einem gleichaltrigen und gesunden Kind maßgebend.



PFLEGELEISTUNGEN:

Pflegesachleistungen
(häusliche Pflegehilfe)
Pflegebedürftige erhalten Grundpflege (z.B. Hilfe bei der Körperpflege und der Ernährung) und der hauswirtschaftlichen Versorgung (Einkaufen, Kochen, Waschen etc.) durch die Pflegekräfte der ambulanten Pflegedienste. In Abhängigkeit von der Pflegestufe werden die Kosten bis hin zu den nachfolgend angegebenen monatlichen Höchstbeträgen übernommen: Stufe I: 450,00 EUR Stufe II: 1040,00 EUR Stufe III: 1510,00 EUR Stufe III - Härtefälle: 1.918,00 EUR

Pflegegeld für eine selbst beschaffte Pflegehilfe

Wird die häusliche Pflege von einer nicht erwerbsmäßig tätigen Pflegeperson (Angehörige, Nachbarn, Bekannte etc.) übernommen, bezahlt die Pflegekasse ein Pflegegeld in Höhe von: Stufe I: 225,00 EUR Stufe II: 430,00 EUR Stufe III: 685,00 EUR

Kombinierte Leistungen

Wird der monatliche Höchstbetrag für die Pflegesachleistungen nur zum Teil in Anspruch genommen, zahlt die Pflegekasse zusätzlich ein anteiliges Pflegegeld, wenn eine nicht erwerbsmäßig tätige Pflegeperson zur Verfügung steht. Beispiel: Stufe I. In einem Monat werden Pflegesachleistungen i.H.v. 270,00 EUR (60% des monatlichen Höchstbetrags) in Anspruch genommen. Somit kann noch ein anteiliges Pflegegeld in Höhe von 90,00 EUR (40% aus 225,00 EUR) gezahlt werden.

Verhinderungspflege (Ersatzpflege)

Bei Urlaub, Krankheit oder sonstigen Verhinderungen der Pflegeperson kann eine Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden. Im Kalenderjahr stehen dafür insgesamt 1.510,00 EUR für längstens vier Wochen zur Verfügung. Vorraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderungspflege mindestens zwölf Monate gepflegt hat. Die Höhe der Leistung ist davon abhängig, ob ein ambulanter Pflegedienst oder eine nicht erwerbsmäßig tätige Ersatzpflegekraft die Verhinderungspflege übernimmt. Der Anspruch kann auch für den Aufenthalt in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung verwendet werden.

Kurzzeitpflege

Kann die häusliche Pflege zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden und reicht auch teilstätionäre Pflege nicht aus, besteht Anspruch auf vollstätionäre Pflege in einer zugelassenen Kurzzeitpflegeeinrichtung. Im Kalenderjahr stehen insgesamt bis zu 1.510,00 EUR für längstens vier Wochen zur Verfügung.

Tages-/ Nachtpflege
(teilstationäre Pflege)

Kann die häusliche Pflege tagsüber oder nachts nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden, trägt die Pflegekasse die Kosten für die Tages- bzw. Nachtpflege in einer zugelassenen Einrichtung. Die Aufwendungen für die pflegerische Versorgung, den Fahrdienst und die soziale Betreuung werden bis zu bestimmten Höchstbeträgen übernommen. Diese sind abhängig von der Pflegestufen und betragen: Stufe I: 450,00 EUR im Monat Stufe II: 1040,00 EUR im Monat Stufe III: 1510,00 EUR im Monat

Pflegehilfsmittel

Die Pflegeleistungen werden ergänzt durch die Versorgung mit Pflegehilfsmitteln. Dazu gehören unter anderem Pflegebetten, Hausnotrufsysteme, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel.

Leistungen für
die Pflegepersonen

Unter bestimmten Vorraussetzungen übernimmt die Pflegekasse für nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.

Pflegekurse

Nicht erwerbsmäßig tätigen Pflegepersonen (Angehörige, Nachbarn, Bekannte etc.) bietet die Pflegekasse Kurse an.

Zusätzliche
Betreuungsleistungen

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege, bei denen neben dem Hilfsbedarf in der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung ein erheblicher Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung gegeben ist, erhalten zusätzliche Betreuungsleistungen von bis zu 1.200,00 EUR (Grundbetrag) bzw. 2.400,00 EUR (erhöhter Betrag) je Kalenderjahr. Dies gilt für altersverwirrte Personen (Demenzkranke), aber auch für geistig Behinderte und psychisch Kranke. Dieser Betrag ist zweckgebunden für bestimmte Betreuungsangebote zur Entlastung der pflegenden Angehörigen einzusetzen.

Vollstätionäre Pflege

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für die pflegerische Versorgung und die soziale Betreuung in zugelassenen vollstationären Einrichtungen (Pflegeheimen), wenn häusliche oder teilstätionäre Pflege nicht möglich ist oder wegen der Besonderheiten des Einzelfalls nicht in Betracht kommt. Dafür zahlt die Pflegekasse grundsätzlich 75% des Heimentgelts. Die Leistung darf aber in der jeweiligen Pflegestufe die nachfolgend angegeben monatlich Höchstbeträge nicht übersteigen: Stufe I: 1.023,00 EUR Stufe II: 1.279,00 EUR Stufe III: 1.510,00 EUR Stufe III - Härtefall: 1.825,00 EUR

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